Beitrag zum 10. Ramadan:

Umweltschutz im Islam

Der Koran erinnert Muslime an verschiedenen Stellen daran, sich gegenüber der Schöpfung und damit gegenüber der Natur respektvoll zu verhalten. In den Hadithen finden Muslime sogar zahlreiche praktische Anregungen des Propheten Muhammed (Friede sei mit ihm) für den Natur- und Umweltschutz.

Oft geht es in den Hadithen zum Beispiel darum, kein Wasser zu verschwenden, Bäume zu pflanzen und die Umwelt nicht zu verschmutzen.

So heißt es in einigen dieser Hadithe: “Wenn ein Muslim einen Baum pflanzt oder etwas anderes sät und die Tiere hiervon essen, wird ihm dies als Almosen verrechnet.” [1]

– “Wer einen Baum pflanzt, wird so viele gute Taten hierfür gutgeschrieben bekommen von Allah, wie dieser Baum Früchte trägt.” [2]

Der Prophet lehrte, auch den Schutz der Grünflächen und das Pflanzen von Bäumen als Pflicht anzusehen. In einem anderen Hadis ließ er wissen, dass die Reinheit, die Hälfte des Glaubens ist. [3] Damit ist nicht nur die körperliche Reinheit gemeint. Auch die Orte, in denen man lebt, in denen man wirkt, in diesem Rahmen auch die Umwelt, und schließlich das Essen, dies alles hat rein zu sein.

Auch wer etwas von der Straße aufhebt, das die Passanten stören oder behindern würde, war in diesem Sinne eine Art Umweltschutz für ihn, das dem Ausführenden Belohnung erbringt: “Hebst du etwas von der Straße auf, das (die Menschen) hier stört, gilt dies als Almosen.” [4] [1] Muslim, Musakat, 9, 12.

[2] Ahmed b. Hanbel, Musnad, 5/415.

[3] Muslim, Taharet, 1; Tirmizi, Daavat, 86.

[4] Muslim, Zekat, 56, I, 699.